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Der französische Distrikt hat mit großem Schmerz das Hinscheiden des Hw. H. Paters Roger Morandi bekanntgegeben. Die große Priestergestalt der katholischen Tradition Frankreichs starb im 95. Lebensjahr und im 65. seines Priestertums.
Am 8. September 1934 legte der junge Ordensmann seine erste Profess in der „Gesellschaft Mariens“ (Marianisten) ab. Zum Altare Gottes treten konnte er durch den Krieg erst am 6. April 1945. Der große Jugendseelsorger machte sich vor allem um die katholische Pfadfinderarbeit verdient und gründete in Versailles den bekannten Chor „Petits chanteurs de Saint-Charles“. In der Zeit der nachkonziliaren Krise blieb er der Lehre, die ihm vermittelt wurde, treu, er blieb treu seiner Soutane und treu der Messe seiner Weihe. Erzbischof Marcel Lefèbvre hatte in ihm einen aufrechten Mitbruder in der Bewahrung der katholischen Tradition. Lange Zeit wirkte Pater Morandi als Vikar des Kanonikus Porta in der Kirche Notre-Dame-des-Armées in Versailles. Weil er aber nicht schweigen wollte zu den Irrtümern, die sich immer mehr in der Kirche verbreiteten, übernahm er ein Apostolat in der Kapelle „Notre-Dame de l'Espérance“ der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Versailles. Am Ende seines reichen priesterlichen Lebens wechselte er in das Altersheim Brémien Notre-Dame der Priesterbruderschaft, wo er am Fest des hl. Karl Borromäus vor Gottes Richterstuhl gerufen wurde, um Rechenschaft über sein Priestertum zu geben. 
Er vertraute auf Mariens Versprechen, das ihr unbeflecktes Herz triumphieren werde. Die feierlichen Exsequien werden am 10. November um 10.30 Uhr in der Kirche Saint Nicolas-du-Chardonnet im Zentrum von Paris gehalten. Die Beerdigung wird um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Saint-Louis de Versailles stattfinden. Die Priester werden gebeten, seiner Seele beim hl. Opfer zu gedenken, die Gläubigen, den hl. Rosenkranz zu beten. Requiescat in pace. |