Ein Nachruf auf Abbé Didier Bonnterre

Wie wir bereits berichteten, verstarb am Vormittag des 15. September unser lieber Mitbruder, Abbé Didier Bonneterre (Frankreich). Er ist am Fest der Sieben Schmerzen Mariens mit seinem Auto tödlich verunglückt. Auf verhältnismäßig guter Straße kam er von der Fahrbahn ab und fuhr gegen einen Baum. Wahrscheinlich war er am Steuer eingeschlafen.R.I.P.

Der französische Distrikt hat eine Bildergalerie vom Requiem veröffentlicht (leider nur in schwarz-weiß).

Hier ein kurzer Abriß seines Lebens und Wirkens:

Mit siebzehneinhalb Jahren trat er 1971 im Seminar von Ecône ein. Als ich ein Jahr später eintrat, fand ich in ihm einen sehr diskreten, fleißigen, den Studien und seiner Standespflicht hingegebenen Seminaristen. Er war ein liebenswürdiger Mitbruder, beseelt von einer heiligen Leidenschaft für die Kirche, für die römische Liturgie, für die Messe aller Zeiten. Während seines Studiums hatte er ein Jahr lang seinen Militärdienst abzuleisten, so wurde er am 29. Juni 1977 in Ecône zum Priester geweiht und sofort Lehrer am dortigen Seminar. Bereits in jener Zeit entstand sein Buch: „Die liturgische Bewegung“.

Einige Jahre später wurde er ernannt zum Leiter der zwei philosophischen Jahr, die jetzt nach Albano verlegt worden waren. Als diese Aufteilung des Seminars nicht befriedigte und die Seminaristen nach Ecône zurückkehrten, übernahm Abbé Bonneterre die Leitung des Priorates in Nantes; er hatte diesen Posten während 22 Jahren inne. Unter seiner Leitung entwickelte sich die dortige Pfarrei zur größten in Frankreich nach St. Nicolas du Chardonnait. Er pflegte eine besondere Verehrung zur heiligen Theresia vom Kinde Jesu, predigte gerne über das Gebet und formte seine Herde im christlichen Geist heran. Er war immer seinem Brevier, seinem Rosenkranz, dem priesterlichen Ideal und der Linie der Bruderschaft treu.

Im Jahre 2004 wurde er zum Prior des Priorates St. Denis in Paris ernannt, wo er mit der gleichen Hingabe arbeitete.

Ein anderer Todesfall ist in den USA zu beklagen: Father John Peek, der die Bruderschaft allerdings vor mehreren Jahren verließ und jetzt vor einigen Monaten in das Priorat in Dickinson zurückgekehrt war, verstarb am 8. September, dem Fest Mariä Geburt. Requiescat in Pace!

 

 
 
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