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15 Jahre Kapelle heilige 14 Nothelfer, Neugablonz – Bericht eines Gläubigen.
„Ein Haus voll Glorie schauet...“ – Nun ja, es war zwar kein sakraler Prachtbau, sondern eher ein „Behelfsheim“ für den lieben Heiland, das am 15. August 1995 von Seiner Exzellenz Bischof Fellay eingeweiht werden konnte. Volle zehn Jahre hindurch sollte die von fleißigen Helfern umgebaute Halle unsere geistige Heimat sein - dank des Kunstverstandes und der geschickten Hände des unvergessenen Herrn Knauer aus Kaufbeuren mit einem prächtigen Altar und anderem Zierrat versehen.
P. Stigloher stand der etwa 100-köpfigen Gemeinde durch neun Jahre hindurch als Seelsorger vor, eine Zeit, in der viel geleistet und angeschafft werden konnte.
Im Winter 2004/2005 aber kam die Kündigung des Mietverhältnisses, und wir waren auf „Herbergssuche für das Jesuskind", fiel der Umzug doch direkt in die Weihnachtszeit. Gott sei Dank konnte nur wenige Straßenzüge entfernt das ehemalige Billardkasino von Neugablonz als neuer Kapellenraum gefunden werden.
Auch hier gaben wieder opferwillige Helfer in Rekordzeit ihr Bestes, um möglichst zügig den Umzug zu bewerkstelligen. Ein ausgesprochen schneearmer und milder Winter war da von Vorteil. Und so konnte Mitte Januar 2005 die neue Kapelle von P. Pfluger eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben werden. Zwar ist der jetzige Raum niedriger als der vorgehende, was leider zur Folge hat, dass der schöne Altaraufsatz seitdem im Keller „in Frieden ruht“. Die größere Breite des Raumes jedoch ermöglicht zusätzliche Seitengänge, was auch von Vorteil ist. P. Reinartz als Nachfolger von P. Stigloher kam nun die Aufgabe zu, hier zwei Jahre lang zu wirken, gefolgt von P. Fringeli, der uns leider so plötzlich Richtung Holland verlassen musste. Seither leitet P. Bellunato die Gemeinde, unterstützt von P. Schmitt vom Priorat München.
Durch die „ Spürnase“ des Kapellenmesners konnte die von Pf. Molitor aus Königsbrunn stammende schöne Predigtkanzel in der Schreinerei in Zaitzkofen ausfindig gemacht werden und gelangte Ende 2008 als weitere Zierde in der Kapelle zur Aufstellung. Überhaupt konnte in den 15 Jahren seit Bestehen der Gemeinde vieles erneuert und verbessert werden - u.a. gibt es eine neue Orgel. Eine schöne Besonderheit unserer Kapelle ist die sogenannte „Arme-Seelen-Wand“ im Vorraum. Dort befinden sich um ein schönes Kruzifix herum angeordnet die Sterbebildchen all unserer unvergessenen Gemeindemitglieder - schön eingerahmt und mit Kerzenständern versehen. So sind sie immer in unserer Mitte.
Übrigens: Wir feiern nicht etwa 14-mal im Jahr Patrozinium, das würde wohl zu einem Herzinfarkt des Priesters und des Mesners führen: Es gibt ein eigenes liturgisches Fest der heiligen 14 Nothelfer.
So gilt zum Schluss der Wunsch „ad multos annos“ unserer kleinen Schar im schönen Bayrisch-Schwaben, in der Heimatstadt der heiligen Crescentia in Kaufbeuren.
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