CDU kritisiert Leutheusser-Schnarrenberger wegen Schwulenparade

Karlsruhe (KNA) Der Evangelische Arbeitskreis (EAK) der CDU Baden-Württemberg hat heftige Kritik an Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) geübt. Sie hat die Schirmherrschaft für den Christopher-Street-Day (CSD) in Stuttgart übernommen. „Öffentliche Show-Darbietungen alternativer Sexualvorstellungen im öffentlichen Verkehrsraum bedürfen keiner bundesministeriellen Absicherung“, erklärte der EAK am Freitag in Karlsruhe.

Stattdessen solle geprüft werden, ob „die seit Jahren erfolgenden bewusst obszönen Provokationen mit dem Kinder- und Jugendschutz vereinbar sind“. Verwundert zeigt sich der EAK über die Äußerung der Ministerin, dass die Gleichstellung von Homosexuellen ein Schwerpunkt ihrer politischen Tätigkeit sei. Dafür biete der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und FDP keine Anhaltspunkte. Ebenso verwundert sind die Christdemokraten darüber, dass „die in Bayern lebende und zur Zeit in Berlin arbeitende Politikerin Baden-Württemberg zum Schauplatz dieser politischen Selbstoffenbarung gemacht hat“.

Der EAK erinnerte an den Artikel 6 des Grundgesetzes, in dem der besondere Schutz von Ehe und Familie vorgegeben ist. Im vorigen Jahr war die heutige CDU-Bundesfamilienministerin Kristina Köhler auf dem Wagen der Lesben und Schwulen in der Union Hessen beim Frankfurter CSD mitgefahren, der das Motto „Konservativ, aber sexy“ trug. Auf ihrer Homepage findet sich das Zitat: „Wenn es irgendwie zeitlich geht, bin ich nächstes Jahr wieder dabei.“

Seit drei Jahren hält die Priesterbruderschaft St. Pius X. anlässlich des Stuttgarter CSD eine Mahnkundgebung für die Einhaltung der Gebote Gottes. Für dieses offene und mutige Eintreten des im Grundgesetz verankerten Schutzes der Ehe und Familie wurde die Priesterbruderschaft St. Pius X. von Schwulen- und Lesbenverbänden massiv angegriffen. Eine Strafanzeige gegen die Bruderschaft wurde im letzten Jahr von der Stuttgarter Staatsanwaltschaft abgelehnt. (Bild: Mahnkundgebung 2008)

 
 
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