Erzbischof Zollitsch verkündet schon wieder Irrlehre

Ein Bischof sollte eigentlich der oberste Lehrer seiner Diözese in den Dingen des Glaubens und der Sitten sein. Erzbischof Zollitsch scheint aber noch nicht einmal die einfachsten Katechismuswahrheiten zu beherrschen. Nachdem er am Karsamstag geleugnet hatte, dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, gab er an Allerheiligen in einem Interview des ZDF eine völlig falsche Erklärung des Fegfeuers. Dieses bezeichnete er als Chance der Läuterung und fuhr dann fort: „Auch nach dem Tod habe ich noch einmal die Möglichkeit, wenn ich mich Gott zuwende, wenn ich mich von dem abwende, was ich Böses getan habe, eigentlich den Weg zu Gott zu finden und damit auch den Weg zur Verheißung, den Weg zum Himmel.“

Das ist natürlich vollkommener Unsinn. Mit dem Tod des Menschen ist die Zeit seiner Bewährung und Entscheidung abgelaufen. Er kann sich nun nicht mehr Gott zuwenden. Deshalb ruft Christus im Evangelium wiederholt zur Wachsamkeit auf. Der Herr kommt zu einer Stunde, da man es nicht vermutet, ja sogar wie ein Dieb in der Nacht, und wehe dem Knecht, den er schlafend und unvorbereitet findet. Die törichten Jungfrauen finden das Tor verschlossen und können nicht mehr in den Hochzeitssaal eintreten. Darum sagt der Katechismus der Katholischen Kirche in der Nummer 1021: „Der Tod setzt dem Leben des Menschen, das heißt der Zeit, in der dieser die in Christus geoffenbarte göttliche Gnade annehmen oder zurückweisen kann, ein Ende.“

Das Fegfeuer ist nur für diejenigen, die in der heiligmachenden Gnade, also in der Freundschaft mit Gott, verstorben sind, aber noch zeitliche Strafen für ihre Sünden abzubüßen haben. So sagt z. B. das Konzil von Florenz im Griechendekret: „Die Seelen derer, die in wahrer Buße in der Liebe Gottes verschieden sind, ohne zuvor durch würdige Früchte der Buße für das Begangene und Unterlassene Genugtuung geleistet zu haben, werden nach dem Tod durch Reinigungsstrafen gereinigt.“ (DH 1304)

 
 
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