Rekordbeteiligung bei Fulda-Wallfahrt

Am gestrigen Sonntag, dem 6. September, ging die alljährliche Nationalwallfahrt nach Fulda mit dem feierlichen Festhochamt in der Orangerie zu Ende. Dieses Jahr konnte die seit 2004 stattfindende Wallfahrt eine Rekordbeteiligung verzeichnen: 1350 Pilger aus ganz Deutschland waren in die Domstadt Fulda gekommen!

 

Zwei Tage dauerte die Nationalwallfahrt nach Fulda, welche die Priesterbruderschaft St. Pius X. seit 5 Jahren veranstaltet. "Es waren gut 150 mehr als im Vorjahr" sagte der verantwortliche Leiter, Pater Andreas Mählmann von der Bruderschaft. Den Auftakt bildet die vierstündige Prozession zur Grabeskirche der heiligen Lioba auf dem Petersberg und zum Kloster Frauenberg, wo sich das Gnadenbild "Unserer Lieben Frau" befindet, und wo 1954 die deutschen Bischöfe gemeinsam die Weihe Deutschlands an die Muttergottes vollzogen haben. Das war auch der Anlass für die Piusbruderschaft, diese Wallfahrt nach Fulda im Jahr 2004 wieder neu zu beleben.

 

Im Anschluss an die Prozession folgte um 18.30 Uhr abends das erste Festhochamt, jedoch nicht im Dom. Den hat Bischof Algermissen trotz der Rücknahme der Exkommunikation durch Papst Benedikt im Februar dieses Jahres den Pilgern der Bruderschaft verschlossen. So findet die Messe, welche Pater Tilo Müller aus Anlass seines 25jährigen Priesterjubiläums zelebriert – er wurde 1984 von Erzbischof Marcel Lefebvre zum Priester geweiht – , im Festsaal des Hotel Maritim (gegenüber vom Domplatz) statt, ebenso wie die anschließende Sühnenacht mit Anbetung des Allerheiligsten. Jugendgruppen aus ganz Deutschland gestalteten die Gebetsstunden in der Nacht.

Am Sonntag Morgen hielt Pater Marc Gensbittel einen Vortrag über den heiligen Erzengel Michael und um 9.30 Uhr begann das Festhochamt, zelebriert von Pater Niklaus Pfluger aus der Schweiz, dem 1. Assistenten der Priesterbruderschaft St. Pius X. Dem Amt voraus ging die feierliche Krönung einer Wandermadonna. Diese Statue der Muttergottes soll in den kommenden Monaten durch die einzelnen Priorate und Kapellen ziehen, um die Gläubigen zum gemeinsamen Rosenkranzgebet zu vereinen.

Pater Pfluger sprach in seiner einstündigen, sehr begeisternden Festpredigt von der Notwendigkeit der Treue zum Glauben der katholischen Kirche aller Zeiten, von der Sendung des verehrten Gründers Marcel Lefebvre und der Priesterbruderschaft St. Pius X., sowie von den augenblicklichen Gesprächen mit Rom und schloss mit einem brennenden Aufruf an die Jugend, die Frage der Berufung in ihrem Leben zu klären. Zur feierlichen Erneuerung der Weihe Deutschlands an die Muttergottes kamen alle Priester in den Altarraum vor das Allerheiligste, um gemeinsam mit den angereisten Pilgern den Weihetext zu beten.

Möge die Muttergottes unser deutsches Vaterland segnen!

 

 

 
 
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