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Falschauslegung eines Textes im jüngsten Mitteilungsblatt |
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Im Mitteilungsblatt vom Juli 2009 wurde zur friedlichen Meinungskundgebung anlässlich des diesjährigen Christopher Street Days in Stuttgart aufgerufen. Um alle Katholiken anzuspornen, wurde auf das Vorbild derjenigen Männer und Frauen verwiesen, die in den Jahren des Nationalsozialismus gegen die himmelschreienden Sünden gegen das fünfte Gebot Gottes ihre Stimme erhoben haben, auch unter dem Risiko für das eigene Leben.
Katholiken sind immer aufgefordert, ihre Stimme zu erheben, nicht erst dann, wenn totalitäre Regime die Menschenwürde systematisch missachten, sondern auch dann, wenn Interessensgruppen öffentlich gegen die sittliche Ordnung aufstehen – in diesem Fall gegen das sechste Gebot Gottes.
Wir stellen fest, dass unsere Erwähnung des NS-Unrechts vollkommen falsch verstanden wurde. Wir haben weder der Absicht noch den Tatsachen nach den CSD mit dem NS-Unrechtsregime gleichgesetzt. Wir weisen aber darauf hin, dass nach christlicher Sittennorm das Anliegen des CSD unmoralisch ist. Dies wollen wir der Öffentlichkeit mit unserer Meinungskundgebung ins Bewußtsein rufen. Pater Franz Schmidberger, Distritkoberer |