Die Priesterbruderschaft St. Pius X.

Wer sind wir?

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. wurde am 1. November 1970 durch den Bischof von Freiburg, Genf und Lausanne, Mgr. Charrière, als Glied der römisch-katholischen Kirche kanonisch errichtet. Ihr Gründer ist der französische Erzbischof Marcel Lefebvre (1905-1991), ehemaliger Missionar und Apostolischer Delegat für das französischsprechende Afrika.

Im Jahre 1974 erklärte Mgr. Lefebvre: "Wir hängen mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele am katholischen Rom, der Hüterin des katholischen Glaubens und der für die Erhaltung dieses Glaubens notwendigen Traditionen, am Ewigen Rom, der Lehrerin der Weisheit und Wahrheit. Wir lehnen es hingegen ab, und haben es immer abgelehnt, dem Rom der neo-modernistischen und neo-protestantischen Tendenz zu folgen, die klar im Zweiten Vatikanischen Konzil und nach dem Konzil in allen Reformen, die daraus hervorgingen, zum Durchbruch kamen."

Insbesondere lehnt die Priesterbruderschaft St. Pius X. die Umformung der hl. Messe ab, wie sie im Gefolge des II. Vatikanischen Konzils durchgeführt wurde. Die sog. "Neue Messe" Papst Pauls VI. enthält nach den Worten Erzbischof Lefebvres "ein für den Glauben schädliches Gift".

Wir feiern daher die hl. Messe nach den Büchern von 1962, nach den Vorschriften, wie sie vor dem Konzil bis hin zu Papst Johannes XXIII. gegolten haben. Diese Messe wurde offiziell niemals abgeschafft oder verboten. Mit dieser Messe haben alle Großen der Kirche gelebt und sich durch sie geheiligt: ein heiliger Pfarrer von Ars, ein heiliger Don Bosco, ein seliger Pater Rupert Mayer...
 

Definition

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. (lateinisch: Fraternitas Sacerdotalis Sancti Pii X. (decimi), abgekürzt FSSPX) ist eine Priestervereinigung mit Gemeinschaftsleben ohne Gelübde nach dem Vorbild der Missionsgesellschaften.

Das heißt: Die FSSPX ist in erster Linie ein Zusammenschluss von Priestern, obwohl auch Laien in sie aufgenommen oder an sie angegliedert werden können, z.B. als Brüder, Oblatinnen oder im "3. Orden". Der Sinn des Zusammenschlusses ist das Gemeinschaftsleben, das als die ursprüngliche und eigentliche Form des priesterlichen Lebens angesehen wird (so haben ja auch schon die Apostel mit Christus ein Gemeinschaftsleben geführt). Gemeinschaftsleben ohne Gelübde bedeutet, dass es sich nicht um ein Kloster und nicht um Ordensleute oder Mönche handelt, sondern um ganz normale Priester, die allerdings unter einem Oberen zusammengeschlossen sind. Vorbild dafür waren die Missionsgesellschaften, die v.a. seit dem vorigen Jahrhundert in großer Zahl entstanden und überall in der Welt tätig wurden, um den christlichen Glauben zu verbreiten (z.B. die "Weißen Väter").
 

Der Gründer

Die FSSPX wurde gegründet von Erzbischof Marcel Lefebvre.

Marcel Lefebvre wurde als drittes Kind einer Industriellenfamilie am 29. November 1905 in Tourcoing, Nordfrankreich (Diözese Lille), geboren. Von den insgesamt 8 Geschwistern wurden er und sein älterer Bruder Missionspriester, drei Schwestern gingen ins Kloster. Nach seinem Studium in Rom, das er mit einem doppelten Doktor – Philosophie und Theologie – beendete, wurde er am 21. September 1929 in Lille zum Priester geweiht. Im Jahr 1932 trat er in den Missionsorden der "Väter vom Hl. Geist" ein und ging als Missionar nach Gabun, Afrika.

In Gabun war er als Professor am Priesterseminar tätig, aber auch als einfacher Missionar im Busch, wobei er sein Geschick u.a. als Baumeister, Buchdrucker, Elektriker, Automechaniker und einziger Chauffeur des einzigen Automobils des Bistums unter Beweis stellen musste. In Afrika zählen heute ein Kardinal, zwei Bischöfe und zwei Staatsoberhäupter zu den ehemaligen Schülern Marcel Lefebvres.

1947 wurde Lefebvre zum Bischof geweiht, ein Jahr später wurde er Erzbischof und von Papst Pius XII. zum Apostolischen Delegaten für das ganze französisch-sprechende Afrika ernannt. "Apostolischer Delegat" bedeutet, dass er der verlängerte Arm des Papstes war, im Namen des Papstes zuständig für alle afrikanischen Länder, in denen französisch gesprochen wurde (und das waren nicht wenige!). 1955 machte ihn der Papst zum ersten Erzbischof von Dakar.

Im Jahr 1960 berief Papst Johannes XXIII. Erzbischof Lefebvre in die Vorbereitungskommission für das Zweite Vatikanische Konzil und ernannte ihn zum päpstlichen Thronassistenten. Am Konzil selbst nahm Erzbischof Lefebvre teil in seiner Eigenschaft als Generaloberer (= höchster Oberer) der Väter vom Heiligen Geist (1962 war er in dieses Amt gewählt worden). Er war während des Konzils einer der führenden Köpfe einer Vereinigung von etwa 450 konservativen Konzilsvätern, die große Gefahren für den Glauben befürchteten durch die auf dem Konzil eingeführten Neuerungen. Mgr. Lefebvre bangte dabei vor allem um die Länder Afrikas, die ihm ja besonders am Herzen lagen, und deren noch jungen und ungefestigten Glauben er sehr gefährdet sah.

1968 trat er von seinem Amt als Generaloberer der Väter vom Hl. Geist zurück, weil er die Reformen, die im Gefolge des II. Vatikanischen Konzils auch in diesem Orden vorgenommen wurden, nicht mittragen konnte. Er zog sich nach Rom zurück mit der Absicht, sich zur Ruhe zu setzen.

Hier wurde er jedoch ein Jahr später von einigen Seminaristen "aufgestöbert", die in Rom studierten und die Verhältnisse am Seminar und an der Universität als zunehmend unerträglich empfanden. Überall herrschte Umsturz und Revolte, an eine geordnete Priesterausbildung war nicht zu denken. Sie baten daher Erzbischof Lefebvre, etwas für sie zu unternehmen. So kam es schließlich zur Gründung der Priesterbruderschaft St. Pius X.
 

Die Gründung

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. wurde am 1. November 1970 "kanonisch errichtet", d.h. sie wurde nach allen Regeln des Kirchenrechts als echte, vollwertige Gemeinschaft innerhalb der Kirche gegründet und anerkannt. Dies geschah durch den Bischof von Freiburg, Genf und Lausanne, Mgr. Charrière.

Das erste Haus der Bruderschaft in Ecône, Wallis (Schweiz) war zugleich ihr erstes Seminar. Sofort nach der Eröffnung setzte ein gewaltiger Zustrom von Seminaristen ein. Mit vier Seminaristen hatte Erzbischof Lefebvre begonnen, im Jahr 1974 waren es bereits 105! Dies missfiel besonders den französischen Bischöfen, da der Großteil der Seminaristen aus Frankreich kam und Mgr. Lefebvre sie nach den Richtlinien und Traditionen ausbildete, die bis zum II. Vatikanischen Konzil gegolten hatten, dessen Neuerungen er ablehnte.

Auf Betreiben dieser Bischöfe machte sich der päpstliche Staatssekretär, Kardinal Villot, daran, die FSSPX zu beseitigen. Er veranstaltete einen Scheinprozess und ließ schließlich die Bruderschaft durch den Bischof von Sitten, Mgr. Mamie, aufheben. Nun bestimmt jedoch das Kirchenrecht, dass eine kirchliche Gemeinschaft, die ordnungsgemäß kanonisch errichtet wurde, nur vom Papst selber wieder aufgehoben werden kann. Eine solche päpstliche Aufhebung der FSSPX ist bis heute nicht erfolgt. Die Aufhebung von Mgr. Mamie war also rechtlich ungültig und wurde deshalb von Erzbischof Lefebvre nicht anerkannt, der einfach weitermachte wie bisher. Daraufhin strafte ihn Rom mit der Strafe der "Suspension", d.h. Verbot der Ausübung seiner Ämter (v.a. Priesterweihen). Da jedoch der Grund für die Suspension rechtlich ungültig war, war die Suspension ebenfalls ungültig und wurde von Erzbischof Lefebvre ebenso wenig anerkannt.

Es kam nun zu einem Briefwechsel zwischen Erzbischof Lefebvre und Rom, um die ganze Sache in Ordnung zu bringen. Im Laufe der Jahre wurde jedoch deutlich, dass Rom ganz offensichtlich an einer Klärung der Angelegenheit gar nicht interessiert war, sondern alles auf die lange Bank schob, wohl in der Hoffnung, dass sich die Sache von selbst erledigen würde, da Mgr. Lefebvre ja bereits alt war und irgendwann sterben musste (man nennt das die "biologische Lösung").

Mittlerweile war die Priesterbruderschaft weiter angewachsen und hatte sich weltweit ausgedehnt. Es gab inzwischen Seminare in Deutschland, Frankreich, Australien, USA und Argentinien, Schulen, Priorate, Messzentren und Kapellen überall auf der ganzen Welt, auf allen Kontinenten: Europa, Nord- und Südamerika, Afrika, Asien, Australien... Mehrere Klöster (Benediktiner, Dominikaner...) hatten sich an die Bruderschaft angeschlossen und zahlreiche Gläubige zählten sich zur "Familie der Tradition".

Erzbischof Lefebvre stellte sich angesichts dieser Ausbreitung und seines zunehmenden Alters immer öfter die Frage, wie es mit diesem ganzen Werk weitergehen sollte, wenn er einmal nicht mehr wäre. Wer sollte die Priesterweihen und Firmungen spenden? Er selbst war pausenlos unterwegs, doch seine Kräfte reichten nicht mehr. Es waren Bischöfe nötig, junge Bischöfe, und nicht nur einer, sondern mehrere. Darum verkündete er im Jahr 1987, dass er daran denke, Bischöfe zu weihen.

Nun wurde man in Rom wieder aufmerksam, denn mit diesem Vorhaben Mgr. Lefebvres schien die "biologische Lösung" sehr gefährdet! Man machte ihm plötzlich sehr überraschende Angebote, um die Situation der FSSPX wieder in Ordnung zu bringen. Obwohl er nicht viel Hoffnungen hatte, ließ sich Erzbischof Lefebvre doch auf Verhandlungen mit dem Vatikan ein. Er erreichte sogar, dass man ihm – wenn auch widerwillig – schließlich einen Bischof zugestehen wollte. Als er allerdings einen genauen Termin für die Weihe haben wollte, fing man wieder an, ihn hinzuhalten. Erzbischof Lefebvre merkte, dass man wiederum nur taktierte, um Zeit zu gewinnen. Also immer noch die Hoffnung auf die "biologische Lösung" und keine ernste Absicht, zu einer wirklichen Lösung zu gelangen...

Daraufhin weihte Mgr. Lefebvre am 30. Juni 1988 vier Priester der FSSPX zu Weihbischöfen. Einer von ihnen, Mgr. Bernard Fellay, ist derzeit Generaloberer der FSSPX. Erzbischof Lefebvre übertrug diesen Bischöfen ausdrücklich nur die Weihegewalt (um Priester zu weihen und die Firmung zu spenden) und keine Leitungsgewalt, wie sie etwa ein Diözesanbischof hat, der der oberste "Chef" in einer Diözese ist, oder der Papst, der der oberste "Chef" in der Kirche ist. Er wollte sich ganz bewusst nicht zum Papst machen und seine eigenen Bischöfe ernennen. Darum kann man ihm auch nicht vorwerfen, er hätte damit ein "Schisma" begründet, d.h. sich vom Papst getrennt und eine eigene Parallelkirche aufgebaut.

Aufgrund dieser Bischofsweihen hat man über Erzbischof Lefebvre die Strafe der "Exkommunikation" ausgesprochen. Dies war sicherlich nicht gerechtfertigt, da Mgr. Lefebvre nichts anderes am Herzen lag, als die "Familie der Tradition" am Leben zu erhalten, indem er die Weitergabe des Weihesakramentes sicherstellte.

Erzbischof Lefebvre starb am 25. März 1991. Die Priesterbruderschaft St. Pius X. jedoch besteht fort. Sie umfasst heute 417 Priester, 62 Brüder und ebenso viele Schwestern sowie 183 Seminaristen. Im deutschen Distrikt gibt es 12 Priorate, 3 Schulen, ein Seminar, ein Karmel-Kloster, ein Schwesternnoviziat, ein Altenheim und etwa 30 Kapellen.
 

Der heilige Papst Pius X.

"Instaurare omnia in Christo"

Pius X., der Patron unserer Bruderschaft, ist der bisher letzte in der Reihe der heiliggesprochenen Päpste. Mit bürgerlichem Namen hieß er Giuseppe Sarto und wurde am 2. Juni 1835 in Riese, Diözese Treviso in Italien, als Sohn eines einfachen Postboten geboren.

Er verlebte eine sehr einfache und arme Jugend. Um Priester zu werden, mußte er das Gymnasium im 14 Kilometer entfernten Castelfranco besuchen. Den täglichen Weg dorthin (und zurück) legte er in der Regel barfuß zurück, um seine Schuhe zu schonen.

1850 trat er in das Priesterseminar von Padua ein. Nach der Priesterweihe am 18. September 1858 wirkte er als Kaplan in Tombolo. "Alle kamen zu ihm: bald ein Armer, dem es an Brot mangelte; dann ein Makler, der zur Zeit keinen Groschen verdiente; dann wirder ein Bauer, der nicht wußte, wie er sich mit seiner Familie durchschlagen sollte, da Hagel oder Dürre ihm die ganze Ernte vernichtet hatte; eine arme Witwe, der es an Kleidern für ihre Kinder fehlte; ein Kranker in großer Not, der weder Medikamente noch den notwendigen Lebensunterhalt hatte. Don Giuseppe konnte niemals nein sagen, denn er hatte immer das Wort auf den Lippen: 'Der Herr wird für alles sorgen!'" (Dal-Gal S. 34f).

1867 wurde er Pfarrer von Salzano. "Nur eine Sorge kannte er: jede Träne zu trocknen und der Armut der Salzaneser das Drückende, Demütigende zu nehmen. Alles andere hatte keine Bedeutung für ihn" (Dal-Gal S. 57). Auch nach seiner Berufung zum Domherr von Treviso 1875 änderte er sich nicht. "Aus seinen Worten sprach die Güte seines Herzens; doch wenn es nottat, konnte er auch mit der gerechten Strenge auftreten, die seinem kraftvollen, lebhaften Temperament entsprach" (S. 78).

1885 ernannte man ihn zum Bischof von Mantua. Sein Antrittsprogramm: "Für das Wohl der Seelen werde ich weder Sorgen noch Nachtwachen noch Mühen scheuen. Nichts wird mir mehr am Herzen liegen als euer Heil. ich weiß, für die Rettung meiner Schäflein werde ich große Mühen auf micht nehmen, Gefahren begegnen, Beleidigungen erdulden, Stürmen die Stirn bieten und gegen die Pest kämpfen müssen, weclhe die guten Sitten bedroht. Doch meine Diözesanen werden mich immer standhaft auf meinem Posten finden, immer milde und liebevoll" (Dal-Gal S. 105).

1893 machte ihn Papst Leo XIII. zum Kardinal und zum Patriarchen von Venedig. Auch hier war er liebevoller Vater seines Volkes. "Alle Zeugnisse berichten einstimmig von der grenzenlosen Wohltätigkeit, die der Patriarch in Venedig entfaltete. Um die Not der Armen zu lindern, gab er alles weg, was er konnte, ohne an sich selbst zu denken, in der festen Überzeugung, daß ihm die göttliche Vorsehung nichts vorenthalten werde, was zur Erfüllung seiner Pflichten unentbehrlich war" (S. 270). Er war imme noch derselbe wie als Kaplan.

Nach dem Tod Leos XIII. 1903 reiste er zur Papstwahl, ohne zu ahnen, daß er selbst gewählt und nicht mehr als Patriarch in sein geliebtes Venedig zurückkehren würde. Er mußte überredet werden, die Wahl anzunehmen, da er sich einer solchen Bürde und Würde nicht gewachsen sah. Er nahm den Namen Pius an mit der Begründung: "Da die Päpste, die im vergangenen Jahrhundert am meisten für die Kirche gelitten haben, Pius hießen, wähle ich diesen Namen" (S. 296).

Das Ziel seines Pontifikates umschrieb er in seiner ersten Enzyklika vom 4. Oktober 1903 mit den Worten: "Instaurare omnia in Christo - alles in Christus erneuern". "Und wenn jemand ein Motto zu hören wünscht, das Unser Wollen ausdrückt, so werden wir nie ein anderes nennen als dieses: Alles erneuern in Christus."

Besondere Anliegen waren dem Papst die Liturgie, die er in ihrer ganzen Schönheit und Würde wiederherzustellen wünschte, sowie die Eucharistie und die religiöse Bildung. Die Kinder lagen ihm dabei vor allem am Herzen. Er führte die Kinderkommunion ein und gab eine Katechismus-Enzyklika heraus.

Ein Schwerpunkt im Pontifikat Pius X. war sein Kampf gegen den Modernismus. Was ist der Modernismus? "C. Périn nannte ihn 'einen Versuch, Gott aus jeder Äußerung des sozialen Lebens auszuschalten'. Doch diese Definition berücksichtigt nur eine Seite des Phänomens. Der Modernismus, der die Behauptung aufstellt, die menschliche Vernunft vermöge nichts zu erkennen, was nicht sinnlich wahrnehmbar ist, wurde von Pius X. folgendermaßen charakterisiert: 'Der Modernismus ist die Synthese und das Gift aller Häresien, er versucht, die Fundamente des Glaubens zu untergraben und das Christentum zu vernichten'" (Dal-Gal S. 319). Seine Enzyklika "Pascendi Dominici Gregis" vom 8. September 1907 ist ganz diesem Kampf gewidmet.

Papst Pius X. war auch ein Reformpapst. Er reformierte die Kirchenmusik und das Kirchenrecht, richtete das Bibelinstitut ein. Unermüdlich war sein Einsatz für das soziale Reich Christi. Er sah darin die große Herausforderung der Zukunft und die einzig richtige Antwort auf den vordringenden Sozialismus. Bei alledem blieb er stets der "milde Papst", als der er auch in die Geschichte einging, von grenzenloser Güte, aber auch von unbeugsamer Festigkeit, wenn es um die Lehre oder die Rechte Gottes und der Kirche ging.

Er sah die Greuel des ersten Weltkrieges in aller Deutlichkeit voraus. Das Entsetzen, der Kummer und der Schmerz um seine geliebten Völker setzten ihm so zu, daß er noch vor Ausbruch dieses fürchterlichen Krieges, am 20. August 1914, an gebrochenem Herzen starb. Man nannte ihn daher das erste Opfer des I. Weltkrieges.

Seine Seligsprechung erfolgte am 3. Juni 1951, seine Heiligsprechung am 29. Mai 1954 durch Papst Pius XII.
 

Aufgaben und Ziele der Priesterbruderschaft St. Pius X.

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. widmet sich der Erneuerung des Priestertums und allem, was damit zusammenhängt.

Sie betreibt deshalb Priesterseminare (in der Schweiz, Frankreich, Australien, USA, Argentinien und Deutschland), außerdem Priorate, Messzentren und Kapellen. Daneben gilt ihre besondere Mühe dem Aufbau und Erhalt katholischer Schulen sowie dem Abhalten von Exerzitien und Einkehrtagen.

 
 
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