Pressemitteilung zu den Faschingsgottesdiensten
Freitag, den 12. Februar 2010 um 16:45 Uhr

Priesterbruderschaft St. Pius X. – Pressemitteilung

Faschingsgottesdienste sind unerlaubt
Die Priesterbruderschaft St. Pius X. weist darauf hin, dass die Faschingsgottesdienste, die augenblicklich in Deutschland stattfinden, unerlaubt sind, da sie sowohl dem Gesetz als auch der 2000jährigen Tradition der Kirche widersprechen.
In der Konstitution Sacrosanctum Concilium des II. Vatikanums heißt es in Nr. 22 § 3: „Deswegen darf überhaupt niemand sonst, auch wenn er Priester wäre, auf eigene Faust in der Liturgie etwas hinzufügen, wegnehmen oder ändern!“

Was in der Karnevalszeit in den Kirchen geschieht, ist nicht nur gegen die Heiligkeit eines geweihten Kirchenraumes, sondern gegen jedes katholische Verständnis des Messopfers. So heißt es in dem Konzilsdokument weiter: „Die heilige Liturgie ist vor allem Anbetung Gottes.“ (SC 33) Und: „Die Regelung der Liturgie hängt einzig von der Autorität der Kirche ab; und zwar liegt diese beim Apostolischen Stuhl und nach Maßgabe des Rechtes beim Bischof.“ (SC 22 §1)

Wir bitten daher die deutschen Bischöfe, die ja auch sonst immer eifrige Verfechter des II. Vatikanums sein wollen, dem unwürdigen Spektakel in den katholischen Kirchen unverzüglich Einhalt zu gebieten und sich an die Vorschriften des Konzils bezüglich der Liturgie zu halten, wie das im Übrigen ihr Schweizer Amtsbruder Bischof Vitus Huonder bereits getan hat!

Es ist mit Sicherheit gegen die Intention der Konzilsväter, dass seit den 70er Jahren geradezu eine Kultur der Willkür und der Banalität in die heilige, gottesdienstliche Handlung Einzug gehalten hat. Theater- und Unterhaltungseinlagen haben das Opfer Christi am Kreuz, das auf den Altären sakramental erneuert wird, verdrängt. Priester in Kostümierung sind ebenso an der Tagesordnung wie Katholiken, die mit Narrenmützen in den Kirchen Polonaise tanzen.

Christus selbst wollte sogar den Verkauf der für den Opferkult bestimmten Tiere noch nicht einmal im Vorraum zum Heiligtum des Alten Bundes, dem Jerusalemer Tempel, dulden, sondern trieb die Händler und Geldwechsler mit einer Geißel hinaus. Was würde er zu diesen Missbräuchen der heiligsten Orte und Handlungen des Neuen Bundes sagen?


Berlin, 12.Februar 2010

Pater Matthias Gaudron, Dogmatiker der Priesterbruderschaft St. Pius X.

 
 
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